Reiseinformationen Nordafrika


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Naturparks

Florida

Die Umgebung von Daytona bietet wunderschöne Naturparks, von denen hier einige aufgezählt werden. Nach all der betonierten, klimatisierten Welt glaubt man kaum, dass es noch richtige Natur in Florida gibt. Aber diese Parks vermitteln noch ein wenig den Eindruck, den die ersten Siedler hatten, feuchtheißen Dschungel mit Moskitos, Schlangen, Waschbären, Schildkröten, Seevögeln, Gürteltieren und Alligatoren. Da der Amerikaner es bequem liebt, gibt es asphaltierte Straßen durch die Parks, aber es gibt auch ausgeschilderte Spazierwege (Trail), die das richtige Dschungelgefühl auf sicheren Wegen vermitteln. Dort trifft man kaum einen Menschen, dort lässt sich das ursprüngliche Florida erahnen. Die Tiere sind harmlos, bis auf die lästigen Moskitos, daher ist es sinnvoll, sich mit Autan einzusprühen. In manchen Parks (Ocala National Forest) kann man Kanus mieten und eine Fahrt auf glasklaren Creeks absolvieren, ideal, wenn ein Picknickkorb dabei ist. Am Ende einer solchen Fahrt wird man dann vom Verleiher abgeholt.

Ein Beispiel dafür ist der nördlich von Ormond Beach liegende Tomoka State Park . Hier lebten einst die Timucuan Indianer. Dieser reizvolle State Park ist das perfekte Ziel zum Fischen, Campen, zum Wandern und Kanufahren. Auch ist auf dem Tomoka River Rafting möglich. Ebenfalls in Ormond ist der Bulow Creek State Park.
Zwischen Port Orange und New Smyrna Beach ist der kleine
Spruce Creek Park, er ist auf jeden Fall einen Stopp wert. Es gibt Spazierwege und schöne, mit Tisch, Grill und Wasser bestückte Zeltplätze für ein Wochenendpicknick, am Seeufer ist ein kleines Fischerpier mit Pavillons sowie ein Bootslaunch. Weiter auf der US 1 ist kurz danach ein nur am Wochenende geöffneter Verleih von Kanus, von dort lässt sich wunderbar auf dem See paddeln (15 USD).

Spruce Creek Park

Spruce Creek Park

Canaveral National Seashore Park
Von New Smyrna 3 Meilen südlich liegt der Canaveral National Seashore Park (immer auf der Küstenstraße nach Süden, sie endet am Park) mit der höchsten Erhebung der Region, dem immerhin 16,5 Meter hohen Turtle Mound. Als Ponce de Leon Florida entdeckte, soll diese Erhebung der erste Blick aufs Land gewesen sein. Der Hügel besteht aus einer Ansammlung von Muschelschalen, Fischgräten, Knochen, Holzkohleresten u.dgl. und wurde zwischen 600 und 1200 n.Chr. von Timucuan und Surreque-Indianern angehäuft. Es gab einst viele solcher Anhäufungen in Florida, sie wurden jedoch meist zum Straßenbau genutzt. Turtle Mound steht nun unter Naturschutz, jede Entnahme ist verboten.
Dieser schmale Landstreifen ist fast ganz von Wasser umgeben, auf der einen Seite der Atlantik, auf der anderen die Moskito Lagune, die ihrem Namen alle Ehre macht. Hier trifft man Riesenschildkröten (Turtle), Gürteltiere (Armadillo) oder Waschbären (Racoon).
Die putzigen und völlig harmlosen Gürteltiere kommen ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent vor. Ihre Wiege stand in Südamerika; bereits vor sechzig Millionen Jahren bevölkerten Nebengelenktiere mit Knochenpanzer diesen Erdteil. Viele Millionen Jahre entwickelten sie sich von der übrigen Welt abgeschnitten und es entstanden formenreiche Stämme. Erst vor wenigen Millionen Jahren gelangten Angehörige dieser Gruppe auch nach Nordamerika. Es waren Riesenfaultiere, denen zur Eiszeit dann auch die Gürteltiere nach Norden folgten. Von den gepanzerten Nebengelenktieren dieses Zeitalters erreichten nur die Gürteltiere (Dasypodidä) die Gegenwart. Heute reicht das Verbreitungsgebiet der verschiedensten Gürteltierarten von Argentinien bis in den Südosten der USA.
Ihren amerikanischen Namen Armadillo (span. Bewaffnete oder Gepanzerte) verdanken die Gürteltiere ihrem Hautknochenpanzer, der unter den Säugetieren einzigartig ist. Dieser Panzer ist jedoch nicht wie bei einer Schildkröte starr, sondern durch mehrere Hautfalten in der Körpermitte unterbrochen, so dass gürtelartige Knochenringe entstehen, die zur Bauchseite hin offen sind. Der Panzer bietet in erster Linie Schutz gegen Feinde. Neben ihrem Panzer haben Gürteltiere noch eine zweite Möglichkeit ihren Feinden schnell zu entkommen. Ihre Krallen sind ausgezeichnete Grabwerkzeuge, die es ihnen ermöglichen, sich blitzschnell in den Boden zu graben und vor den Augen der Verfolger im Boden zu versinken.
Die Hauptnahrung der Gürteltiere besteht aus Insekten, Schnecken und Würmer, einige Arten ernähren sich zusätzlich auch von Aas und unterirdischen Pflanzenteilen. Bestens geeignet zum Insektenfang ist die wurmförmige Zunge. Sie ist mit kleinen Warzen bedeckt und von einer Drüsenabsonderung überzogen an der Insekten leicht hängen bleiben. Besonders gut ist bei Gürteltieren der Geruchssinn entwickelt; Würmer im Boden können sie damit leicht aufspüren.
Der Eintritt beträgt 3 USD pro Person, geöffnet von 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Die von mächtigen, geschützten Dünenwällen, über die Bretterstege führen, abgeschlossenen Sandstrände hier sind viel schmaler als in New Smyrna, aber für den Autoverkehr gesperrt und besonders im Winter herrlich einsam, abgesehen von den vielen Seevögeln. Vor den Dünen sind kleine Parkbuchten, wenn diese voll sind, kann niemand mehr an den Strand und es wird daher nie voll. Am südlichen Ende (Parkplatz 5) ist textilfreies Baden erlaubt. Es gibt einige idyllische Spazierwege durch den Hammock, aber wie gesagt, es gibt auch Moskitos.

Merritt Island National Wildlife Refuge
Fährt man von New Smyrna nicht auf der US1, sondern auf der A1A nach Süden gelangt man zum Eingang eines weiteren Parks, des Merritt Island National Wildlife Refuge. Das Gelände ist jeder Zeit zugänglich und kostet keinen Eintritt. Allerdings werden einzelne Gebiete während bestimmter NASA Aktivitäten vorübergehend gesperrt. Dieser idyllische und erlebnisreiche Naturpark ist der zweitgrößte Floridas. Auf Bretterpfaden kann man durch die Natur spazieren und versuchen, die vielen Tieren zu beobachten. Natur und Weltraumtechnologie liegen auf Merritt Island dicht beieinander. Das Naturschutzgebiet hat seine Existenz der NASA zu verdanken. Meritt Island war nie besonders dicht besiedelt gewesen, hauptsächlich weil die ewig feuchten Marschgebiete und die vielen Moskitos potentielle Siedler immer wieder abschreckten. Anfang der 60er Jahre begann die NASA, Land für das zukünftige Space Center aufzukaufen. Als 1963 diese Phase abgeschlossen war, trat die NASA jene Flächen an den U.S. Fish and Wildlife Service ab, die nicht kritisch für das Weltraumprogramm waren. Dadurch wurde Merritt Island das Schicksal der Trockenlegung und Bebauung erspart, das so viele andere Küstengebiete Floridas ereilte.
Insgesamt 330 Vogelarten wurden hier gezählt. Es beherbergt auch 21 vom Aussterben bedrohte Arten, mehr als jedes andere National Wildlife Refuge in den USA. Dazu gehören neben den verschiedenen Vögeln auch mehrere Arten von Meeresschildkröten, Alligatoren und das Manatee (Seekuh). Ein ausgezeichnetes Besucherzentrum (täglich geöffnet von 8-16:30 Uhr) mit einer guten Ausstellung zu den einzelnen Ökosystemen innerhalb des Schutzgebietes ist durchaus einen Besuch wert. Die Park-Ranger sind gerne bei der Identifizierung von Arten behilflich oder geben gute Tipps, wo sich gerade das Ausschau halten besonders lohnt.

Kennedy Space Center
Anschließend folgt Cap Canaveral mit dem Kennedy Space Center. Die Besichtigung dauert etwa 4 bis 5 Stunden und vermittelt einen Überblick über die Raumfahrtgeschichte und ihre zukünftigen technischen Chancen. Neben dem Raketengarten mit seinen originalgetreuen Nachbildungen und dem Galaxy-Center mit Multimedia-Show, Ausstellungsgegenständen der Raumfahrt sowie dem IMAX-Kino (hier sehen Sie einen besonders guten Film über den Start, den Flug und die Landung eines Space Shuttle mit dem Titel "A dream is alive") werden zwei Busfahrten angeboten von jeweils 2 Stunden Dauer:
Die Red Tour führt vorbei an dem "Flight Crew Training Building" (Simulatoren für die Apollo-Mondflüge), am "Vehicle Assembly Building" (Montagehalle), am Startplatz der Space Shuttle Flüge, an den riesigen Transportern, die das Space Shuttle zum Startplatz bringen und an die Landebahn des Space Shuttles (Shuttle Landing Facility).
Die Blue Tour zeigt das Kontrollzentrum (Mission Control Center), das Air Force Museum, den Startplatz der ersten bemannten Raumflüge, die Startplätze der Mercury- und Geminiraumflüge und den Startplatz für Raketen mit Wetter- und Kommunikationssatelliten.
Täglich geöffnet von 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang. Tourist - Information: (321) 449-4444. Das Ticket kostet 35 USD (Kinder 3 - 11 Jahre 25 USD). Wer mindestens zweimal pro Jahr das Center besuchen möchte kann den günstigen Jahrespass für 46/30 USD kaufen. Auch für einen Shuttlestart sind beschränkt Tickets zu erhalten, die Besichtigung ist dabei eingeschlossen. Aktuell sind jedoch keine Starts geplant. Ticketbestellung auch über Internet möglich www.kennedyspacecenter.com/. Auf dem Gelände gibt es einen frei zugänglichen großen Souvenirshop.
"Dine with an Astronaut" heißt das neue Programm im Kennedy Space Center Visitor Complex. Die auch geistig nahrhaften Treffen finden täglich statt, wobei sich verschiedene Astronauten im Wochenrhythmus abwechseln. Die Raumfahrer beantworten alle anfallenden Fragen, geben Autogramme und stellen sich auch für ein gemeinsames Foto zur Verfügung. Preise: ab 29.95 US-Dollar für Erwachsene und 19.95 US-Dollar für drei- bis elfjährige Fans der unendlichen Weiten.

DeLeon Springs State Recreation Area
601 Ponce DeLeon Boulevard, De Leon Springs. Anfahrt ab Daytona über dieI92 bis kurz vor DeLand, dann rechts auf den Highway 17. Nach wenigen Meilen liegt der Park links.
Freizeitaktivitäten zur Freude und Erholung der Besucher bietet dieser Park in Mengen an. Neben den üblichen Camping-, Grill- und Picknickaktivitäten lädt hier das ganzjährlich gleich bleibend wohltemperierte (21 Grad Celsius) Wasser der De Leon Quellen zum Badevergnügen ein. Vermietung von Kanus. Auch Wildlife gibt es hier in jeder Form zu beobachten. Neben Waschbären, Opossum und Kaninchen kann man mit Glück auch Tierarten wie den schwarzen Bären oder bestimmte Reharten antreffen oder seltene Vogelarten wie Kardinal, Kuckuck, Reiher und Adler.
Das besondere ist aber das Restaurant in einer alten Zuckermühle. Dort wird das Mehl noch selbst gemahlen und jeder Tisch hat in der Mitte eine Vorrichtung, wo man seine Pfannkuchen selbst backen kann. Es ist nur etwas schwer, einen Platz zu bekommen, da das Restaurant äußerst beliebt ist. Öffnungszeiten: Montag - Freitag von 9 bis 16 Uhr (Restaurant schließt um 17 Uhr), Samstag, Sonntag und Feiertage von 8 - 16 Uhr. Weihnachtstag und Thanksgiving geschlossen.

Lake Woodruff National Wildlife Refuge
Anfahrt ab Daytona über dieI92 bis kurz vor DeLand, dann rechts auf den Highway 17. Nach wenigen Meilen liegt der Park links kurz nach dem DeLeon Springs Park.
Ein kleiner Park, Zugang kostenfrei, mit Wäldern und Feuchtwiesen. Und wenn man ganz genau schaut kann man hier Alligatoren sehen. Da Alligatoren die Körperwärme nicht regeln können bleiben sie im Sommer vorwiegend im Wasser, während sie im Winter sich in der Sonne aalen und daher leichter zu beobachten sind. Sie können direkt vor einem auf dem Gehweg liegen, sind aber an tierischer Nahrung mehr interessiert.

Spring Garden Ranch
Kurz nach der Abzweigung zum Woodruff-Park geht von der Road 17 rechts eine kleine Straße ab zur Spring Garden Ranch. Es handelt sich um eine riesige Pferderanch mit Rennbahn zum Training von Sulky-Pferden. Direkt an der Bahn ist ein nettes Restaurant mit Blick auf die Pferdebahn.

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Blue Springs State Park
Orange City - Von Ormond Beach Highway 4, Ausfahrt Road 17/92 in nördliche Richtung bis Orange City, von dort 2 Meilen westlich, ausgeschildert.
Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war das Quellgebiet angestammte Heimat der Timucuan Indianer, denn die Quelle, der St. Johns River und das Sumpfgebiet ringsherum boten reichlich Nahrung für sie. Heute ist das klare Wasser des Blue Spring State Parks Winterzuflucht für die bedrohten Manatees, sie können mit Glück gesichtet werden. Das Wasser hat ganzjährig eine Temperatur von 21 Grad Celsius. Tiefer, toller Quellfluss nur für Schwimmer; die Austrittsöffnung darf von Gerätetauchern erkundet werden. Es gibt Zeltplätze, Kanuvermietung, Tauchausrüstung und ausgeschilderte Wanderwege (Trails).
Hontoon Island State Park
Am St. Johns River, westlich von DeLand. Eine Fähre bringt Passagiere kostenlos über den Fluss.
Der Park umfasst mehr als 1.000 Acres Zypressensumpf, offene Savanne und Eichenwälder, Pinien und Palmen. Die Insel war einst Heimat der Timucuan Indianer und Besucher können auf wunderschönen Naturpfaden zu einem Indian Mound wandern.

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Ocala National Forest
Ab Ormond Beach über Road 40 Richtung Ocala, ca. 40 - 50 Meilen.
Alle kennen die Themenparks Floridas, aber weitgehend unbekannt sind seine fantastischen Quellflüsse, die insbesondere nördlich und westlich von Orlando von unglaublich ergiebigen Quellen (Springs) gespeist werden. Wassermengen zwischen "nur" 35.000 cbm (Wekiwa Springs) und über 2 Mio. cbm (Silver Springs) treten dort täglich an die Oberfläche. Die rund um die Quellen und vor allem um die ersten Kilometer ihrer Abflüsse herum entstandene traumhafte Vegetation und die unglaubliche Klarheit des Wasser bei sommers wie winters immer gleichen Temperaturen zwischen 20° C und 23° C sorgte früh für die Anlage von Parks. In diesem sich auf 1.330 qkm erstreckenden Nationalpark versorgen Hunderte von artesischen Quellen aus dem unterirdischen Wasserreservoir den subtropischen Wald mit Feuchtigkeit und bilden einen fast undurchdringlichen Dschungel aus Eichen, Kiefern, Stechpalmen und Zypressensümpfen. Der Park teilt sich auf in einzelne Bereiche, geöffnet meist von 9 bis 17 Uhr. Hier nur eine kleine Auswahl:

Silver Springs
Silver Springs Bvd., 2 Meilen östlich von Ocala.
Dies ist der älteste und beeindruckendste Park mit dem größten artesischen Brunnensystem der Erde. Das Gebiet kann mit Glasbodenbooten befahren werden. Fotosafaris führen durch die Wildnis und in verschiedene Tiergehege. Gleich daneben liegt der große Wild Waters Familien-Wasserpark mit einer Unzahl von Attraktionen, Eintritt 24 USD, Kinder 21 USD.

Juniper Springs
rechts der Road 40 nach ca. 40 Meilen
Mit einer gemauerten Badestelle rund um den Quellbereich, kein Strand, aber auch für kleine Kinder geeignet; der Zeltplatz ist hübsch angelegt. Der Clou sind Kanutouren über 11 km den Juniper Creek hinunter, mit Rücktransport USD 31.

Alexander Springs
Schöne Anlage mit großem Badestrand und erheblicher Campingkapazität, daher beliebt bei Familien mit Kindern, aber z. T. sehr weite Wege vom Campground. Auch hier können Kanus gemietet werden.

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