Mauretanien

 

 

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Kiffa

Auf einem felsigen Plateau inmitten des ewigen Sandes fanden vor langer Zeit entlaufene Sklaven Zuflucht. Hier fanden sie noch ein paar fruchtbare Stellen, die sich während der Regenzeit in einen fruchtbaren Acker verwandelten und das Gras stand saftig auf den fast endlosen Weiden. Die Siedlung der ehemaligen Sklaven wuchs ständig und bald war sie eine kleine Stadt – die Bewohner nannten sie Kiffa. Als die Nomaden zu Hunderten ihre Gebiete im Norden verließen, kamen einige von ihnen auch nach Kiffa.

Sie brachten ihre Kamele und Reste der ehemals großen Viehherden mit, doch das begrenzte Wasservorkommen reichte nicht, die stetig steigende Zahl an Menschen und Tieren auf Dauer ausreichend zu versorgen. Viele Hirten begannen deshalb, ihre Tiere während der langen, trockenen Monate weiter nach Süden bis Mali und in den Senegal zu treiben. Dabei ließen sie ihre Frauen und Kinder und die Alten zurück. Noch heute sind von den Einwohnern in Kiffa die meisten Frauen, Kinder und Alte. Für die Jugendlichen und Männer im arbeitsfähigen Alter gibt es außer den wenigen Stellen in der kaum entwickelten Industrie und den staatlichen Behörden nichts zu tun, sie versuchen ihr Glück in der Landeshauptstadt Nouakchott.

Kiffa ist für sein schönes Kunsthandwerk bekannt, vor allem Glasperlen für Ketten, bietet aber keine Sehenswürdigkeiten. Die Stadt hatte bei der Volkszählung im Jahr 2000 32.716 Einwohner.

Die sogenannten Kiffa-Beads sind polychrome Glaspulver-Augenperlen. Die Mauretanier schätzen diese Perlen seit vielen Jahrhunderten und entwickelten ein spezielles Vokabular, mit dem sie jede Perle nach Material, Größe, Form, Muster und Farbe benennen. Die schönen Sandglasperlen werden einzeln aus pulverisierten Glas und Sand in einer verlorenen Form hergestellt. Die Muster und Augen werden anschließend aus verschiedenfarbigen Glaspulvern, vermischt mit Gummi Arabicum als Bindemittel, von Hand aufgemalt und in einem Holzfeuer eingebrannt.

Unterkunft

Camping/Auberge „Le Phare du Desert“, 7 km vor Kiffa rechts, N16°38.720 W11°26.855, Tel. 563 2888, http://www.terremauritanie.com/hebergement-selection-le-phare-du-désert-_3-3.html, pharerim@yahoo.fr. Der Besitzer Idoumou Abderrahmane mit einem in Brasilien erworbenen Doktortitel in Tourismus und Marketing spricht sehr gut Englisch und kann viele Informationen über seine Region geben. Sein Bruder Cheikh Abderrahmane kümmert sich in der Regel um den Platz, auch er spricht etwas Englisch, somit haben hier auch Gäste ohne Französischkenntnisse kaum Verständigungsprobleme. Wenn Idoumou am Platz ist kann man bei ihm das Internet kostenlos nutzen, ansonsten gibt es kein Internetcafé in Kiffa.

In der Mitte des Platzes ist ein durch Zeltdach und angepflanzte Bäume schön kühler Treffpunkt und Restaurant. Darum sind ordentliche, klimatisierte Gästezimmer mit Bad (warme Duschen) gruppiert. Die Übernachtung ist auch im Zelt oder auf der Terrasse möglich. Große Stellfläche für Camping mit Toiletten und warmer Dusche. Diese waren im Sommer 2007 nicht sehr sauber, bis zur Wintersaison soll es neue Duschen und Toiletten geben. Die Einfahrt ist auch für große Wohnmobile kein Problem. Zimmer 10.000 UM, Camping 2.000 UM pro Person, Frühstück 1.000 UM, Essen 2.000 UM.

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