Daytona Beach
Daytona Beach an Floridas
Nordostküste ist für einen Piloten das Traumziel zum Fliegen. Wo gibt es schon
so eine große Auswahl professioneller Flugschulen, deren gut
ausgebildete, junge und dynamische Fluglehrer direkt von der berühmten Embry
Riddle Aeronautical University kommen. Das Wetter ist fast immer ideal zum
Fliegen, nur selten müssen Trainingsstunden gecancelt werden, selbst die
IFR-Flugschüler finden früh am Morgen Dunst oder in der Sommersaison
Regenwolken, die aber meist schnell wieder verfliegen. In der Nähe gibt es jede
Menge Flugplätze aller Airspaces (z.B. Orlando "B",
Daytona
"C", Titusville "D" und die unkontrollierten Plätze
New Smyrna, Ormond,
Flagler, Deland), die ein Training ganz ohne Landegebühren ermöglichen.
Daytona Beach hat etwa 100.000 Einwohner und ist ein
Konglomerat von verschiedenen zusammenhängenden Orten, die sich von Nord nach
Süd auf gut 20 Kilometer erstrecken. Das beginnt im Norden mit Ormond Beach und
Holly Hill, gefolgt von Daytona Beach im Zentrum. Südlich schließen sich South
Daytona und Port Orange an. Ormond Beach war Anfang des 20. Jahrhunderts
der Sommersitz von Millionär John D. Rockefeller. Er machte es zu einem Mekka für
die oberen Zehntausend, als er das Ormond Hotel errichten ließ. Zu seiner Zeit
war es die größte Holzkonstruktion in den ganzen USA. Leider führten Jahre
der Vernachlässigung zu seinem Verfall. Rockefellers stattliches Haus "The
Casements" wurde jedoch renoviert und dient nun als Zentrum für bildende
Kunst.
Die
Hauptachse von Daytona Beach ist der International Speedway Boulevard, eine fünfspurige
Schnellstraße, die sich in Ost-West-Richtung von der Autobahn I95 durch ganz
Daytona bis zum Strand zieht. Hier liegen nicht nur der Speedway (die
Rennstrecke) und der Internationale Flughafen, sondern auch alle wichtigen
Einkaufsmalls. Winzig ist dagegen die
Main
Street, die einstige Hauptstraße des Ortes zu Zeiten der ersten Rennen, die
heute außerhalb der Bikeweek fast unbedeutend ist. Nur zur Bikeweek und dem
Springbreak kommt sie richtig zum Leben, sind die zahlreichen Bars und
Ledergeschäfte profitabel. Die Beach Street mit sehr schönen alten Häusern
könnte eine wunderbare Einkaufspromenade sein, wenn denn der durchschnittliche
Floridianer so etwas annehmen würde. Aber einen Einkaufsbummel hält er nur in
der eiskalt klimatisierten Volusia Mall und so sind die einstigen Antikläden
und Modeboutiquen meist wieder geschlossen. Am Stadtausgang über den
International Speedway zur I95 erreicht man den Flohmarkt, einen der größten
in Florida. Er ist von Freitag bis Sonntag geöffnet und bietet neben altem auch
T-Shirts und sonstige Neuwaren. Eine Ecke ist für die Farmer der Region
reserviert, die ihre frischen Erzeugnisse anbieten. Diese gibt es aber auch auf
dem Farmersmarket, der samstags unweit des Ballpark auf der City-Insel mit
etlichen Verwaltungsgebäuden stattfindet.
Dem Wassersport, Angeln,
Bootssport, Tennis und Golf kann das ganze Jahr über gefrönt werden. Auf dem
herrlich breiten Sandstrand, von
den Einheimischen gern "World's Most Famous Beach" genannt,
finden sich Hot-Dog-Buden, rollende T-Shirt-Shops, Verleih von Liegen,
Sonnenschirmen, Strandbuggies oder Surfbrettern. Von Motorbooten gezogene
Strandsegler gleiten über das blauglitzernde Meer. Der Strand ist so breit und
eben, dass selbst Autos mit einem Tempo von 10 MPH fahren dürfen und dies auch
in einer unendlichen Karawane tun; und neben der Fahrpiste, Parkstreifen und den
rollenden Geschäften ist noch genügend Platz zum Sonnen und Burgenbauen,
zumindest bei Ebbe. Und es ist ja auch sehr praktisch, wenn man Kind und
Picknickkorb, Liegen, Sonnenschirme oder Jetski einfach ins Auto laden kann und
direkt am Sonnenplatz griffbereit hat. Für Fahrzeuge ist eine Eintrittsgebühr
von 5 USD pro Tag zu zahlen, für sie ist von 8 Uhr bis Sonnenuntergang
geöffnet. Bei starkem Sturm ist der Strand für Fahrzeuge geschlossen. Und wer diese Blechlawine am Badestrand nicht mag
kann einfach ein wenig weiter nach Norden oder Süden gehen und den Sand
autofrei genießen. Das Wasser ist sehr flach und vor allem für Kinder ideal.
Der Strand ist von knackigen Mädels und Jungens, den Lifeguards bewacht, die
Warnhinweise geben, wenn die Strömung zu gefährlich wird und jeden
hinauspfeifen, der sich zu weit hineinwagt.
Am
weit ins Meer hinaus ragenden Main Street Pier ist ein richtiger Jahrmarkt mit
Sesselbahn und Aussichtsturm, am Pier warten die Pelikane auf den Fischabfall
der Angler. Im Restaurant auf dem Pier kann man Shrimps oder Hamburger essen und
dabei den Wellenreitern zuschauen. Reklameflugzeuge fliegen unermüdlich am
Strand mit Bannern auf und ab. Der Bordwalk ist die beliebteste Promenade im
Sommer, dort setzt sich die Jahrmarktatmosphäre fort. Es gibt Bunjeejumping und
Spielhallen, aber auch das mondäne Adams Mark Hotel, erkennbar an seiner Dreiecksform.
Am Abend trifft sich alles, was jung und exzentrisch ist.
Und
nur wenige Meilen (8 Meilen ab International
Speedway) sind es nach Ponce
Leon Inlet, einer Halbinsel begrenzt vom Atlantik, dem Intracostal Waterway sowie
dem Outlet vor New Smyrna
Beach. Am schönsten ist ein Ausflug hier in den Abendstunden, wenn man den
Sonnenuntergang genießen kann und dabei einen Drink in einem der zahlreichen
Restaurants genießt, oft untermalt von Lifemusik. Natürlich schmecken hier
Fisch und Meeresfrüchte am besten. Der alte, rote Leuchtturm kann tagsüber
bestiegen werden und ermöglicht eine herrliche Aussicht.
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